Saluto en Evitano
 
Stechende Helligkeit.. ziehender Schmerz.. Desorientierung..
Ein kurzer Ausflug sollte es werden, wärend deine Heimatstadt eine Pause enlegt in ihrem ewigen Flug rund um die Welt. Das Du den Höhleneingang entdeckt hast und das dahinter liegende Labyrinth mit den Metallwänden war purer Zufall. Deine Begleiter waren einige Schritte hinter Dir, Du hörst noch ihre Schrei und verblüfft siehtst Du als Du dich umdrehts, wie sie sich immer weiter und schneller entfernen ohne das Du oder sie die Füße bewegen würdest. Du könntest Dich auch gar nicht bewegen, unsichtbare Fesseln haben sich unbemerkt um dich geschlungen. Immer tiefer wird deine wehrloser Körper in die fremde Anlage gebracht und Endstation ist eine kleine Kammer, angefüllt mit zornig blinkenden Lichtern, fremden Stimmen und surrenden, biepsenden Maschienen.
Dann ein mörderische Schlag auf deinen Kopf,
stechende Helligkeit.. ziehender Schmerz.. Desorientierung..

Als Du zu dir kommst, liegst Du noch immer in dieser grauenhaften Kammer, nur       die Leute die um dich herum stehen sind Fremde. Sogar völlig Fremde wie du bemerkst. Sie tragen dir völlig unbekannte Kleidung, keine Zeichen, keine Farben die dir verraten könnte von welcher der anderen Flugstädte diese Menschen stammen könnten.
Eine großgewachsene Frau tritt auf Dich zu: "Saluton en Evitano!" beginnt Sie ihre Rede und auch den Rest kannst Du nicht verstehen.
"Verzeiht, das ich Eure Rede unterbreche aber ich verstehe kein Wort. Könnt Ihr mir bitte sagen wie ich hier wieder raus komme."
Die große Frau schweigt überrascht, dann lacht sie laut auf und klopft dir aufmunternd auf die Schulter. "Mi nomighas Alexija kaj kiel vi nomighas?"
Offensichtlich eine Frage aber du kannst nur hilflos mit den Schultern zucken.
"De kie vi venas? Kiel vi fartas?"
Entlich sehen die Fremden ein, daß es so nicht weitergeht, es entspinnt sich eine lebhafte Diskussion bei der öfters das Wort 'Sharo' fällt. Dann scheinen sich die Leute geeinigt zu haben und mit höfflichen Gesten, bitten sie dich ihnen zu folgen. Die erste Überraschung erwartet dich schon einen Schritt hinter der Schreckenskammer: Die Gänge und Türen liegen anders als Du es ihn Erinnerung hast.. andererseits der starke Schlag auf deine Kopf kann schon einiges durcheinander gebracht haben (komisch nur das du keine Schmerzen mehr oder eine Beule spüren kannst). Über viele Stufen geht es nach oben und allmählich bemerkst Du die tiefen Temperaturen die hier herschen - völlig unnatürlich diese Kälte. Einer deiner neuen Begleiter bemerkt dein Frösteln und legt dir seinen warmen Fellmantel um.
Entlich erreicht Ihr den Ausgang durch dessen Türe ein merkwürdiges, rötliches Licht strahlt und eisige Luft hereinweht.
Du gehst neugierig geworden durch die Türe und stehts vor der schrecklichsten Überraschung deines Lebens :

1ter Blick auf Evitan

EINE ANDERE WELT!
Deine kann es nicht sein, die Reise deiner Heimatstadt hat dich schon in alle Winkeln deiner Welt geführt und diese Gegend gibt es dort nicht! Völlig erschüttert nimmst du die  ersten Eindrücke war:
Du stehst auf einem völlig ebenen Hochplatau. Am Rand stehen ein paar Pferde und sowas wie Boote die auf einer Art Schienengestell montiert sind. Dein Blick schweift weiter nach rechts und am Rand dieses Plateaus siehst Du ein paar Bäume eines lichten Waldes stehen. Erst jetzt fällt Dir auf, daß alles hier - ob Baum, Strauch, Haus oder Stein - mit einem dicken, weißen Flaum bedeckt ist.
"Kiun lingvon vi parolas inter vi?"" ertönt von hinten wieder eine Frag in dieser fremden Sprache, neugierig drehst du dich um - und wirfts dich schreiend  zu Boden, die Hände schützend über den Kopf zusammenschlagend.

Ein paar Sekunde verblüfftes Schweigen bevor die paar Leute um Dich herum in brüllendes Gelächter ausbrechen!

"Li estas juna neghkoko!"
Das anhaltende Gelächter überzeugt Dich das zumindest keine unmittelbare Gefahr droht und so kannst du dir dieses Phänomen genauer betrachten. Genau hinter der Stelle wo du diese Welt betreten hast, beginnt eine riesige Wasserwand - so will es dir zumindest scheinen. Senkrecht ragt sie empor, hoch und immer höher bis sie in den Wolken verschwindet. Die Oberfläche kräuselt sich ein wenig und verzerrt so das Bild. Ansonsten wäre es ein perfekter, riesiger Spiegel. Selbst Dich erkennst Du, wie wenn Du in eine ebene Wasserfläche blicken würdest.
"Was in aller Götter Namen ist daß?" entfährt es dir und die von irgendjemand zugerufene Antwort "Ho, tia estas la mondspegulo" macht dich auch nicht schlauer!

1ter Blick auf EvitanoSpiegelbild

Du blickst Dich wieder um und 'deine' Gruppe winkt dir ihnen weiter zu folgen. Was anderes kannst Du auch schon tun und nach einiger Zeit scheinen sie ihr Ziel erreicht zu haben. Wieder geht es, durch eine andere Türe, in den Untergrund mit dem Matallwandlabyrinth. Diesmal schon nach kurzer Zeit kommt ihr an eine ähnliche Kammer wie am Anfang dieses Alptraums. Viele Lichter, ein unerklärliches Summen und Zwitschern erfüllt den Raum und die Frau deutet darauf und danach auch dich. Langsam sagt sie dabei "S h a r o". Offenbar sollst Du dort hinein und mit der Hoffnung wieder in deine Heimatwelt zurückzukehren betrittst du diese 'Folter'kammer ganz besonderer Art. Die Frau ruft dir nocheinmal Sharo hinterher und schließt schnell die Tür.

"SHARO?" wiederholst Du verwirrt, und augenblicklich materialisiert vor Dir eine gleissend hell-leuchtende, jedoch keine Spann große, Lichtgestalt.
SHARO

Noch bevor Du etwas sagen kannst, spricht dich diese Gestalt mit einer, im Vergleich zur Größe, lachhaft tiefen Stimme an:
»Sie sind neu in Evitan - darf ich Ihnen diese Welt vorstellen?«

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